Soforthilfe bei Krisen und Naturkatastrophen

Im Frühjahr 2020 mussten wir alle aufgrund der Corona-Krise miterleben, wie verletzlich die Menschheit ist. Das Virus hat uns alle beeinflusst, den einen mehr, den anderen weniger. Aber wir haben hier in Europa eine soziale Absicherung im Gegensatz zu unseren Reiseländern. Krisen, wie die COVID-19-Pandemie oder Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Lawinenabgänge stellen die Menschen vor Ort vor existenzbedrohende Probleme. Da unser Netzwerk an FreundInnen weltumspannend ist, befinden sich immer wieder uns nahestehende Menschen und MitarbeiterInnen (Guides, Köche, Träger, Maultierfüher, etc.) ebenso wie uns noch fremde Menschen plötzlich in Not: Über Nacht stehen sie ohne Dach über dem Kopf da und wissen nicht, ob sie ihre Familie weiterhin ernähren können.

Wir versuchen vor Ort zu wirken

In solchen Momenten sind wir gefordert und versuchen Nothilfe zu leisten – so rasch und unbürokratisch wie möglich. Mit Unterstützung der PartnerInnen des Reiseveranstalters Weltweitwandern stellen wir Sachleistungen wie Decken, Lebensmittel, Zelte, Medikamente, Notquartiere und ähnliches bereit. Dank unseres großen Netzwerkes können wir oft sogar Einsatz-Teams vor Ort organisieren, die Betroffene bei den ersten Notmaßnahmen unterstützen.

Der Hilferuf unseres Projektpartners in Kathmandu Sudama erreichte uns Mitte Mai. Die zweite Covid19-Welle hat Nepal voll erfasst: Die Zahlen sind alarmierend, fast jede zweite getestete Person ist positiv. Die Krankenhäuser sind am Ende ihrer – ohnehin schon bescheidenen – Kapazitäten. Die Menschen werden vielerorts abgewiesen und sich selbst überlassen, weil es keine Infrastruktur wie Intensivbetten, Sauerstoff oder Fachpersonal gibt.

Für uns war sofort klar, dass wir Sudama bei seinen Plänen, mit medizinischer Ausstattung zu helfen, in dieser Notsituation unterstützen.

Mit den Materialien werden ausschließlich öffentliche Krankenhäuser und Gemeindekrankenhäuser sowie Isolation Centers (das sind Quarantänestationen für Covid19-positive Personen mit milden oder keinen Symptomen) unterstützt, denn diese haben wenig Infrastruktur und sind für den aktuellen Notfall nicht ausgestattet. Es mangelt an allem! Besonders Sauerstoffflaschen sind kaum erhältlich. Das bereitgestellte Material wird auch über die aktuelle Krise hinaus nützlich sein.

Ein voll ausgestattetes Krankenhausbett (inkl. Sauerstoff) kostet ca. 350 Euro.

Ein großes Problem ist auch die Nahrungsversorgung in den komplett überlasteten Spitälern. Daher soll ein Teil des Geldes auch für „Hunger Relief Programmes“ verwendet werden. Menschen, die im Krankenhaus sind oder jene, die vor dem Krankenhaus auf ihre Angehörigen warten, sollen Essen bekommen.

Bitte helfen Sie den Menschen in Nepal. Sie brauchen momentan dringend unsere Unterstützung und Solidarität!

Bankverbindung:
Kontowortlaut: Weltweitwandern Wirkt
IBAN: AT48 2081 5000 4251 3499
BIC: STSPAT2GXXX
Zahlungsreferenz/ Verwendungszweck: „Corona-Nothilfe für Nepal“

Oder spenden Sie direkt über unser Online-Spendenformular.

UPDATES:

Stand 20.5.2021: Es konnten bereits 25 Krankenbetten und 10 Sauerstoffflaschen verteilt werden. Sudama koordiniert die Hilfeansuchen von Gemeinden aus ganz Nepal und über das örtliche Lions Club‘ Netzwerk wird dann der Transport organisiert – eine Herkulesaufgabe inmitten eines sehr strengen Lockdowns, die Sudama und sein Team gerne ausführen.

Stand 7.6.2021: Die prekäre Situation in Nepal hat sich nur ein kleines bisschen gebessert, der äußerst strenge Lockdown wirkt langsam, aber doch. Noch immer sind ca. 80% aller Getesteten Corona positiv. Die Angst der Bevölkerung, dass sich das Virus wieder vermehrt ausbreitet, ist groß. Der Lockdown wurde nun bis zum 14. Juni verlängert.

Unser Partner Sudama Karki hat mit seinem Team Ende Mai begonnen, in seinem Restaurant Essen für Bedürftige und Angehörige von Covid19-Erkrankten zu kochen. Zur Erklärung: In Nepal ist es notwendig, dass ein Angehöriger eines Patienten vor dem Krankenhaus wartet, um dringend benötigte Medikamente zu besorgen oder wichtige Dokumente zu unterschreiben. Da das Land derzeit aber in komplettem Stillstand ist, können die Angehörigen nur vor dem Krankenhaus – ohne Unterkunft oder Verpflegung – ausharren. Sudama und sein Team haben daher schon über 1.500 Mahlzeiten verteilt!

Außerdem konnte Sudama bisher mit seiner Hilfsaktion – dank der großartigen Unterstützung der SpenderInnen! – 50 vollausgestattete Krankenhausbetten, 10 Stück lebenswichtige Sauerstoffflaschen, 100l Desinfektionsmittel sowie hunderte Masken organisieren.

Stand 1.7.2021: Mittlerweile gehen die Zahlen etwas runter, aber trotzdem ist es schwierig Intensivbetten zu finden. Von den Getesteten sind nach wie vor 80% COVID positiv. Man ist sich der Gefahr bewusst, dass bei Unachtsamkeit die Zahlen wieder rasant steigen können. Impfstoffe sind leider schwer zu bekommen, bisher wurde von China 2 Millionen Impfungen zur Verfügung gestellt. Nepal hofft noch auf eine Million Impfstoffe aus Dänemark.

 

Seit März 2020 erleben wir alle eine Krise von nie dagewesenem Ausmaß: Die globale Corona-Pandemie, die für Menschen, die weltweit im Tourismus arbeiten, von einem Tag auf den anderen die Einkommensquelle versiegen hat lassen. Wir haben daher den Nothilfe-Fonds für Guides und MitarbeiterInnen in Reiseländern geschaffen.

Die Corona-Krise trifft die Menschen, die im Tourismus arbeiten sehr schwer. Nicht nur Reiseveranstalter sind betroffen, sondern auch alle Teams in den Reisedestinationen. Besonders in den Reiseländern in denen es kaum soziale Absicherung gibt, stehen nun viele Partner, Guides und Mitarbeitende vor dem Nichts. Die einzigartigen Erlebnisse und berührenden Begegnungen, die für die Weltweitwandern-Reisen so charakteristisch sind: das ist vor allem der Verdienst der vielen, engagierten lokalen Partner, Guides und weiteren Mitarbeitenden in den Reiseländern. Deswegen wollen wir nun zusammenhelfen und denen die es dringend brauchen unkompliziert Hilfe leisten!

Wir sammeln Spenden für die Menschen die vor dem Nichts stehen

Wenn Sie möchten, können Sie über unseren Nothilfe-Fonds direkt für Guides und alle anderen MitarbeiterInnen vor Ort (Maultierführer, Trekkingköche, Fahrer, Träger, usw.) etwas spenden. Unsere Partner vor Ort und wir garantieren, Ihre Spende direkt an die Betroffenen weiterzuleiten.

Wie können Sie helfen?

Sie können mit dem Betreff „Nothilfe-Fonds“ Spendengelder an unseren Verein überweisen, die dann an die Betroffenen weitergeleitet werden. Wenn Sie einem Team in einem speziellen Land die Spende zukommen lassen wollen, schreiben Sie dies in den Betreff, zb.: Nothilfe-Fonds, Nepal. Die Liste der Länder, die bisher Bedarf angemeldet hat, finden Sie hier:

  • unser Team KIRGISTAN
  • unser Team in LADAKH
  • unser Team in MAROKKO
  • unser Team in NEPAL
  • unser Team RUMÄNIEN
  • unser Team im SÜDLICHEN AFRIKA: Dieses Team führt unsere Wanderreisen in SÜDAFRIKA, BOTSWANA & SWASILAND
  • unsere Team TADSCHIKISTAN
  • unser Team in TANSANIA
  • unser Team THAILAND

Wenn Sie keines der oben genannten Teams konkret unterstützen wollen, geben wir das Geld an die bedürftigsten Teams weiter.

Bankverbindung:
Kontowortlaut: Weltweitwandern Wirkt
IBAN: AT48 2081 5000 4251 3499
BIC: STSPAT2GXXX
Zahlungsreferenz/ Verwendungszweck: „Sofort-Hilfe-Fonds “ PLUS Team – zb.: „Team Ladakh“

Oder spenden Sie direkt über unser Online-Spendenformular.

 

Berichte von unseren PartnerInnen und Verteilaktionen des Nothilfe-Fonds

Erfolgsgeschichte: Bisher 80.000 Euro gesammelt um Teams zu helfen (Dezember 2020)

Dickson und sein Team aus Tansania bedanken sich für die erhaltene Hilfe in diesem Video (August 2020)

Zwischenstand des Nothilfe-Fonds (Juli 2020)

Bericht aus Nepal (Juni 2020)

Bericht von unserem Ladakh Partner Issi (Mai 2020)

Bericht von Südafrika und Tansania (Juni 2020)

Am 16. April 2016 wurde die Küste Ecuadors von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert. Mehr als 400 Menschen wurden unter den einstürzenden Trümmern begraben und getötet, etwa 2.500 verletzt. Besonders dramatisch stellte sich die medizinische Versorgung in den Krisengebieten dar, da viele Regionen von der Strom- u. Wasserversorgung abgeschnitten waren. „Weltweitwandern Wirkt!” konnte dank der großen Spendenbereitschaft seiner Freundinnen und Freunde unbürokratische Soforthilfe leisten.

Auch nach der schweren Flutkatastrophe in Ladakh (August 2010) ermöglichte uns eine Welle der Spendenbereitschaft unserer Freunde und Partner entscheidende Soforthilfe. Beispiele: Die Finanzierung  einer Solaranlage für das Krankenhaus Leh,  die Wiederherstellung von Wassermühlen, Bewässerungskanälen, Brücken, Wegen, Wohnhäusern und Feldern, den Ankauf von Nutzvieh für Familien und den Kauf von Nahrungsmitteln für Familien, deren Ernte zerstört wurde.

Das große internationale Netzwerk des Reiseveranstalters Weltweitwandern kann in diesen Notsituationen vom Verein Weltweitwandern Wirkt! genützt werden. So haben wir die Möglichkeit direkt vor Ort optimale und schnelle Hilfe zu leisten.

Aktuelle Berichte

Ein Hilferuf aus Nepal: Die 2. COVID-Welle wütet noch immer 23. Mai 2021 by WWW Wirkt! - Die Wucht, mit der Nepal Ende Mai von der zweiten Welle der Pandemie getroffen wurde, ist unvorstellbar. Die Kapazitätsgrenzen der Krankenhäuser wurden längst erreicht, außerdem waren lebenswichtige Ressourcen wie Sauerstoffflaschen kaum mehr verfügbar. Die Behörden schafften es nicht, die großen Herausforderungen zu bewältigen und die Menschen waren auf sich selbst gestellt. Doch die Lage in Nepal ist nach wie vor nicht entspannt.
Nothilfe-Fonds: Weitere Unterstützung notwendig 22. April 2021 by WWW Wirkt! - Während sich in Mitteleuropa die Corona-Lage stellenweise beruhigt und viele schon Reisepläne für den Sommer schmieden, stehen leider nach wie vor viele Guides, TrekkingköchInnen und AgenturleiterInnen ohne Einkommen da.  33 Teammitglieder in Südafrika bekommen keine finanzielle Unterstützung, daher haben wir uns entschieden, ihnen noch einmal mit unserem Nothilfe-Fonds zu helfen. 
Soforthilfe-Fonds: Hilfe für Tadschikistan 21. September 2020 by WWW Wirkt! - Die Corona-Krise trifft jene Menschen, die im Tourismus arbeiten, sehr schwer. Besonders in den Reiseländern, in denen es kaum soziale Absicherung gibt, stehen nun viele Guides, KöchInnen, Träger und andere Mitarbeitende vor dem Nichts.