Persönlichkeiten mit Herz

Wir möchten an dieser Stelle einigen dieser Persönlichkeiten mit Herz ein Gesicht geben und sie vorstellen. Dabei möchten wir stellvertretend auch allen anderen UnterstützerInnen ein großes DANKE aussprechen.

„Da war das Leuchten in den Augen der Kinder und das große Interesse an Neuem. Diese Schule ist so wunderbar konzipiert inmitten dieser biblischen Kulturlandschaft,“ sagt Konzertveranstalter Gerhard Kosel, der die École Vivante durch Benefizkonzerte mit der faszinierenden Sängerin OUM aus Marokko unterstützt.

 

1. Was ist deine Tätigkeit?

Ich bin Projektentwickler in Sachen Kultur  und Non- Profit Entertainement. Kunst & Kultur sind wichtige Schlüssel, die Türen öffnen und Menschen aus unterschiedlichen Kulturen in den Dialog miteinander bringen.

 

2. Warum hilfst du unserem Verein Weltweitwandern Wirkt!?

Weil es konkrete Projekte gibt , die vor Ort hilfreich sind. Bildung und schulische Ausbildung in entlegenen Tälern in Nepal oder im Hohen Atlas in Maroko ist notwendig und verhindert Landflucht. Durch unseren Besuch der École Vivante war es uns möglich, Einblicke in die erfolgreiche Arbeit dieses Vereins zu bekommen!

 

3. Was gefällt dir besonders an der École Vivante?

Da war dieses Leuchten in den Augen der Kinder und das große Interesse an Neuem . Diese Schule ist so wunderbar konzipiert inmitten dieser biblischen Kulturlandschaft. Dort gibt es erfolgreiche Ansätze von Permakultur, von ökologischer Landwirtschaft, gelebte Solidarität und Bildung ohne Ausgrenzung, sowie gelebte Inklusion.

 

4. Welche Unterstützung würde die Schule deiner Meinung nach besonders brauchen?

Die Schule lebt vom Dialog mit jungen Menschen aus der ganzen Welt, die ihre Fähigkeiten in Form von Praktika und Diplomarbeiten  einbringen. Allein das Projekt zur Ausbildung von Gebärdensprachlehrerinnen hat mich tief berührt. Taubheit durch Mittelohrentzündungen darf kein Grund sein, nicht aktiv am schulischen Leben teilnehmen zu dürfen.

Auch die Ausbildung in handwerklichen Fähigkeiten, wie beispielsweise der Umgang mit Elektrizität, ist enorm wichtig. Die Weitergabe von Skills und der Ankauf der entsprechenden Werkzeuge ist essentiell, da können wir gemeinsam viel bewegen!

 

5. Was ist deine Motivation, dich für andere zu engagieren?

Wir haben nur diese eine Welt und wir sind verantwortlich für jede und jeden Mitmenschen, für die Schöpfung als Ganzes!

 

Ein herzliches Dankeschön an Gerhard für seine Menschlichkeit und sein Engagement!

Für alle Interessierten: Hier geht´s zu Gerhard Kosels Website „GamsbART“.

Und hier sind weitere Infos zu unseren Benefizkonzerten „OUM – The voice of Morocco“.

„Bei jedem meiner Besuche im Kinderheim und der Kundalinee School in Nepal konnte ich mich überzeugen, welche Fortschritte das Projekt macht. Die Kinder haben aufgrund ihrer Ausbildung sicher eine positive Zukunft vor sich! Das gibt Hoffnung und zeigt, dass man mit jeder Spende etwas bewirken kann!“ sagt Pascal Violo über unser Projekt.

 

1. Was ist deine Tätigkeit?

Ich bin seit ca. 10 Jahren Reisefotograf und Vortragsreferent und stoße bei meinen Reisen natürlich immer wieder auf schwierige Umstände, die leider oft auch Kinder betreffen. Aber ich stoße gleichzeitig auch immer wieder auf wunderschöne Projekte, die genau hier ansetzen und versuchen zu helfen.

2. Warum gerade unser Verein Weltweitwandern Wirkt! und das Kinderheim?

Weil ich das Projekt auf meinen Reisen selbst mehrmals besucht habe und ich einerseits eine unglaubliche Gastfreundschaft erfahren habe und andrerseits von der tollen Arbeit des Projekts überzeugt bin. Außerdem kenne ich sowohl den Vereinsgründer Christian Hlade als auch den Projektgründer Sudama persönlich. Mit Christian und Weltweitwandern verbindet mich eine Jahrzehnte lange Zusammenarbeit. Mit Sudama habe ich sogar gemeinsam eine Pilgerreise um den Kailash gemacht. Dabei konnte ich sehr viel von seiner Intention, das Kinderheim zu gründen, erfahren. Die Geschichte dahinter hat mich sehr berührt.

3. Du hast EUR 10.500,- gespendet! Das ist eine außergewöhnlich hohe Summe. Wie konntest du so viel Geld spenden?

In meiner aktuellen Live-Reportage „Himalaya“ berichte ich ausführlich über die Kundalinee-Schule und konnte die Besucher damit zu einer großen Spendenfreudigkeit anregen. So kam sehr viel Geld in den letzten fünf Monaten bei meiner Tournee zusammen. Diese stattliche Summe habe ich dann noch persönlich verdoppelt, um damit das Projekt noch tatkräftiger unterstützen zu können.

4. Was ist deine Motivation, dich für andere zu engagieren?

Das ist für mich ganz selbstverständlich und ein tiefer Impuls. Und auch eine Art „Danke“ zu sagen: Für die wunderschönen Reisen, die ich bisher erleben durfte.

5. Was für ein Mensch bist du?

Das wichtigste Thema in meinem Leben sind Menschen und mein Austausch mit ihnen. Oft werde ich gefragt, was das Wichtigste für mich auf Reisen ist: Natürlich gibt es wunderschöne und vielfältigste Landschaften, aber unendlich faszinierender ist für mich die Vielfalt der Menschen auf unserer Erde mit all ihren Hautfarben, Sprachen, Kulturen, Religionen, Lebensweisen, … Und ich glaube, diese Offenheit und Neugier auf diese Vielfalt ist eines meiner Hauptmerkmale.

6. Wie schätzt du die Zukunft der Kinder im Kinderheim „Happy Bottle Houses“ ein?

Da bin ich sehr zuversichtlich! Denn Kinder, die in Nepal eine gute Ausbildung haben, haben auch eine positive Zukunft vor sich. Ich kenne das Kinderheim und die Schule und bin begeistert von den Fortschritten am Gelände und der Qualität des Unterrichts.

7. Wie geht´s bei dir weiter?

Ich freue mich schon, ab Oktober 2019 wieder mit meiner Himalaya-Live-Reportage auf große Tournee in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu gehen. Und ich bin guter Dinge, dass ich dabei weiterhin so erfolgreich Spenden für die Kundalinee-Schule sammeln werde.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns bei dir, lieber Pascal, von ganzem Herzen für dein außergewöhnliches Engagement! Jeder einzelne gespendete Euro wird viel beWIRKEN!

Sollten Sie Pascal Violo auch einmal gerne live bei einer seiner Reportagen erleben wollen, dann schauen Sie sich seine Tourneetermine auf www.violo.at an.

Es überrascht mich immer wieder, dass es eine so tolle Schule in dieser Abgeschiedenheit gibt. Kinder erfahren Bildung, aber auch auf ihre Persönlichkeitsentwicklung wird großen Wert gelegt – ein Vorbild für viele Schulen!“

Was war deine Motivation dich für andere zu engagieren?

In meinem Sabbatical war es mir wichtig, etwas für mich und gleichzeitig auch für andere zu tun. Ich wollte reisen und wandern, aber auch mit Kindern arbeiten und mein Wissen weitergeben. „Persönlichkeitsentwicklung für beide Seiten“ war meine Motivation und ist mein Credo.

Warum Marokko und die école vivante?

Ich war 2017 mit Weltweitwandern in Marokko wandern und auch bei der Schuleröffnung. Das Ait Bougmez Tal und die lebendige Schule haben mich mitten ins Herz getroffen. Einige Monate später hatte ich die Gelegenheit Itto bei einer Veranstaltung im Weltweitwandern-Basecamp in Graz kennenzulernen. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und da war die Entscheidung leicht, diesen Ort für mein Sabbatical zu wählen. Das Tal und die Freundlichkeit der Menschen hier begeistern mich einfach.

Was für ein Mensch bist du?

Ich arbeite als Chemotechnikerin beim Land und habe vier Kinder. Ich bin stets offen für Neues und andere Kulturen ziehen mich magisch an. Eigentlich bin ich ein zurückhaltender Typ, der gerne beobachtet und das Arbeiten mit Kindern liebt.

Was machst du in der Schule?

Ich bin das „Mädchen für alles“ und das bereitet mir große Freude, weil kein Tag wie der andere ist. Ursprünglich wurde ich für den Chemie-Unterricht vorgesehen, aber da überall anzupacken ist, mache ich das auch. Jetzt bin ich dort, wo ich gebraucht werde: Derzeit vorallem im Kindergarten, beim Kunstunterricht, bei den Vorbereitungen für den Gebärdensprachenunterricht oder ich kümmere mich um die Bibliothek. Natürlich bin ich nach wie vor beim Chemieunterricht und im Labor mit den Schülerinnen und Schülern.

Wie schätzt du die Zukunft des Campus vivant´e ein?

Die Schule hat bestimmt Zukunft, sie ist ja ständig am Wachsen: Zum Beispiel wurde erst kürzlich der Kindergarten neu eröffnet und der Bau der Académie Vivante steht am Plan. Die Kinder werden hier gut auf das Leben vorbereitet. Und egal, ob Gymnasium oder ob sie etwas anderes machen, es ist für uns alle spannend, wenn die ersten Kinder mit dem Collège fertig sind, wohin ihr Weg sie dann führt…

Liebe Martina, vielen Dank für dein Engagement und die Liebe mit der du für die Kinder am Campus Vivante da bist!

„Das Besondere am Verein ist die Struktur, sie ist unbürokratisch, ohne Hierarchie und ermöglicht direkte Kontakte ohne viele Zwischenstellen.“

Ein Herz für Nepal

Es war das Jahr 2000, als Maria Felbauer, ihr Herz – nun ja – fast sprichwörtlich an Nepal verloren hat. Die nepalesische Gastfreundschaft, die Herzlichkeit in den Augen und Zufriedenheit, waren es, die Maria weitere Male in den Himalayastaat reisen ließen. Inzwischen hat sie einige Bekannte und Freunde in Nepal gefunden.

Der Auslöser für Marias Engagement

Der Auslöser, sich sozial in Nepal zu engagieren war das verheerende Erdbeben 2015. Wieder reiste Maria nach Nepal, diesmal, um Hilfe vor Ort zu leisten. Sie wurde aufmerksam auf unsere damalige Initiative „Helfen und Wandern“ unseres frisch gegründeten Vereins „Weltweitwandern Wirkt!“, und lernte erstmals das zerstörte Kinderheim „Happy Bottle Houses“ kennen. Das Team in Nepal rund um Sudama Karki, Mary, Sabina und Kebal beschreibt sie als ruhig und mit sehr viel Energie.

Zeit „spenden“

Nur Geld zu spenden, war Maria neben ihre Patenschaft, die sie für ein nepalesisches Mädchen hat, zu wenig. „Geld geben ist die leichtere Übung. Zeit zu geben, die fortgeschrittenere Maßnahme“, sagt Maria, die seit ihrer Studienzeit ehrenamtlich tätig ist. Deswegen unterstützte sie auch Menschen vor Ort, wie z.B. eine Lehrerin in Hile. Aber auch hier in Österreich ist Maria unermüdlich im Einsatz, wenn es um Unterstützung im Fundraising geht. Durch Erzählen und Berichten von ihren Reisen und den Gegebenheiten in Nepal konnte sie bereits viel mobilisieren. Auch ihr Unternehmen, für das sie arbeitet, wird diese Weihnachten bereits zum dritten Mal für unsere Nepal-Projekte spenden.

Warum gerade Weltweitwandern Wirkt!?

„Der Verein braucht Menschen, die ihn unterstützen. Das Besondere am Verein ist die Struktur, sie ist unbürokratisch, ohne Hierarchie und ermöglicht direkte Kontakte ohne viele Zwischenstellen“, so Maria. Auch Itto Tapal-Mouzon aus unserem gemeinsamen Marokko-Projekt lernte sie auf diese Weise kennen – bei unserem Event in Graz. Der Vorteil der Vereinsstruktur gegenüber Einzelinitiativen sei auch, dass Projekte auf mehreren Schultern aufgeteilt sind und damit auch längerfristige Projekte nachhaltig umsetzbar sind wie zum Beispiel die Ausweitung der école vivante auf das Collège vivant’e.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Menschen in ihrer Fähigkeit unterstützen, sich selbst zu helfen. Durch Bildung kritischer zu werden und eine Basis dafür zu bekommen, ihren eigenen Weg bei ihnen zu Hause zu finden – das ist für Maria der richtige Weg. Eine notwendige Maßnahme sieht Maria vor allem noch darin, das Bewusstsein für den Erhalt der Natur zu schärfen. „Natur als eine zu schützende Ressource zu sehen und einen bewussten Umgang mit ihr zu pflegen. Hier können wir in Nepal noch viel bewirken“, ist Maria, die in ihrer Freizeit Nationalpark-Rangerin sowie Wander- und Schneeschuhführerin ist, überzeugt.

Ein herzliches Dankeschön an Maria für ihre Menschlichkeit, ihren Mut und ihr Engagement!

„Der campus vivant’e ist für das Aït Bouguemez ein großer Segen. Dieser Ort lässt Menschen wachsen – auch mich selbst!“

Auszeit in Marokko

Es war gerade ein idealer Zeitpunkt, als Familie einmal eine Auszeit zu nehmen; für längere Zeit im Ausland leben und arbeiten. Das wünschten sich Isabelle und ihr Mann. Das vierte Kind war gerade geboren und Isabelles Mann plante einen Stellenwechsel. Eigentlich wollten sie nach Nepal, um an einer Schule mitzuwirken. An einem Winterabend 2013 tauschten sie sich mit Freunden über ihr Vorhaben aus, Schulleiter der Schweizer Privatschule Scuola Vivante. „Sofort kamen die beiden auf die Idee, wir könnten doch an ihrer Partnerschule, die école vivante in Marokko, mitwirken, die damals noch im Aufbau war“, erzählt Isabelle. Fünf Monate später fanden sich Isabelle, ihr Mann und ihre vier Kinder im Aït Bouguemez wieder. Vom ersten Moment an wussten sie: „Wir sind hier richtig!“

Segensreiche Arbeit

Ein Jahr lang hat Isabelle mit ihrer Familie im Aït Bouguemez gelebt und die école vivante pädagogisch unterstützt. „Die Zusammenarbeit mit Itto, der Gründerin und Schulleiterin, war unglaublich intensiv und sehr harmonisch. Gemeinsam konnten wir die Schule und die Gesamtvision dieses Bildungsprojektes weiterentwickeln“, so Isabelle. Die Offenheit des ganzen Teams habe sie von Beginn an fasziniert und durch die gegenseitig befruchtende Arbeit konnte viel in diesem Schuljahr erreicht werden, erzählt Isabelle weiter. Diese Bemühungen sollten aber mit der Rückkehr der Familie in die Schweiz nicht beendet sein. Auch weiterhin engagiert sie sich stark für das Projekt – unter anderem für Fundraising und Kommunikation.

Der Welt etwas zurückgeben

Isabelle und ihrer Familie geht es gut. Sie leben in der Schweiz, in Sicherheit und Wohlstand. Umso wichtiger ist es ihr, jenen etwas zurückzugeben, die nicht das gleiche Los gezogen haben. „Wenn meine Fähigkeiten und Möglichkeiten dazu beitragen, dass viele Kinder in einer Randregion genau davon profitieren können, dann ist es für mich das Natürlichste der Welt, dies auch zu tun“, betont Isabelle. Qualitativ hochwertige Bildung sei essentiell, damit Menschen mutig und selbstbestimmt ihren Weg gehen können, so Isabelle.

Eine Schule mit Pioniercharakter

Die Schule reagiere auf echte Bedürfnisse und habe in vielerlei Bereichen Pioniercharakter. „Ein Modellcharakter für ganz Marokko“ – so definiert Isabelle den campus vivant’e. Neben einer kreativen, menschlichen und entwicklungsorientierten Pädagogik sei die Inklusion von Gehörlosen in den Schulalltag sowie die innovative Permakultur-Gestaltung des Campusgeländes eine absolute Besonderheit. „Dass es den campus vivant’e im Tal gibt, ist ein großer Segen. Dieser Ort lässt Menschen wachsen – auch mich selbst!“

Visionen, die wahr werden

Die vom Staat im Rahmen einer Bildungsreform gesetzten Bildungsziele werden in dieser Schule bereits seit längerem umgesetzt, weshalb auch das Bildungsministerium wachsendes Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert. Die Schule ist eingebettet in ein ganzheitliches Projekt, das die Lebensbedingungen der Talbevölkerung durch ein gegenseitiges Miteinander nachhaltig verbessert und Perspektiven eröffnet. „Hier sieht man, dass Visionen wahr werden können, wenn man mutig Schritt um Schritt geht und alle Menschen darin miteinbezieht“, erzählt Isabelle.

Isabelle Saluz Blog über ihre Zeit in Marokko:
https://saluzins.wordpress.com/

 

„Wenn ich das kann, dann sollte ich das machen“

2015 war Sarah Höfler mit einer Weltweitwandern-Reise zum ersten Mal in Nepal. So lernte sie Guide Sonam kennen, der aus Hile stammt, sieben Busstunden nordöstlich von Kathmandu. Als kurz darauf mehrere Erdbeben die Region um Hile schwer trafen, sagte sich Sarah „Es muss etwas passieren“, und wandte sich an Weltweitwandern-Gründer Christian Hlade.

Der vermittelte sie an den Nepal-Partner von Weltweitwandern, Sudama Karki, und bereits im Herbst 2015 unterstützte sie Sudama vor Ort in Kathmandu bei der Aufarbeitung aller eingegangenen Spenden. Am Ende dieser Reise fuhr sie noch mit Sonam für einige Tage nach Hile, und dort beschloss Sarah, die als Gewässerökologin auch beruflich viel Zeit auf Baustellen verbringt, dass sie sich dafür engagieren würde, die von den Erdbeben völlig zerstörte Dorfschule wieder aufzubauen.

„Local Ownership“ garantiert

„Die Dorfschule Hile ist nicht ‚mein‘ Projekt, sondern Sonams Projekt bzw. ein Projekt des Dorfes“, sagt Sarah. Ihre Rolle beschreibt sie so: „Ich hab einen besseren Zugang zu Geldern und kann Projektorganisation, damit kann ich dem Dorf helfen.“

Seit 2015 investiert Sarah einen guten Teil ihrer Zeit in ihre Zukunftsvision für das Dorf Hile: Dass die Kinder, die dort leben, dieselben Chancen haben wie die, die in der Stadt leben; dass ihnen- und damit dem ganzen Dorf -Türen offen stehen. Deshalb wird nicht nur an der Verbesserung der Infrastruktur, sondern auch an der Qualität des Schulunterrichts in Hile gearbeitet; so werden zum Beispiel Weiterbildungen für Lehrerinnen finanziert.

Emotional und zielstrebig

Ihre Persönlichkeit beschreibt Sarah als sehr emotional involviert, zielstrebig und strukturiert. Wenn die emotionale Seite sagt „das kann man nicht einfach hinnehmen“, wird Sarah aktiv und tut einfach, was sie kann, um die Situation zu verbessern.

Weltweitwandern Wirkt! als Plattform für gute Ideen

Mit ihrem Projekt fand Sarah bei Weltweitwandern Wirkt! Obmann Christian Hlade ein offenes Ohr, und so wurde die Dorfschule in Hile zu einem Projekt von Weltweitwandern Wirkt! und Sarah zu unserer aktivsten MitWIRKENden. Gemeinsam mit Sarah wollen wir das Projekt weiterentwickeln und dafür sorgen, dass die Kinder von Hile langfristig gute und sichere Bildungsperspektiven bekommen.

„Das Projekt hat mich Mut und Demut gelehrt. Mut, denn man muss sich was trauen und wenn man eine gute Idee hat, einfach tun; und Demut im Sinne von respektieren, wie andere Menschen leben, wie sie sich einbringen, was sie wissen und können… man muss sich auf die Kultur, das Umfeld, das Arbeitstempo, darauf, wie Menschen zum Beispiel Pläne (anders) lesen… einlassen.“

Unterstützen Sie die Vision von Sarah Höfler! Mehr dazu unter…

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Freunde der Bergnomaden Marokkos

Marokko ist für mich Orient pur. Ich liebe das wunderschöne Land und die gastfreundlichen  Bewohner, die bunten Farben, die herrlichen Düfte und die so aromatische Küche!“

Waltraud Unterberger hat sich in Marokko verliebt. Ihre erste Trekkingtour machte sie mit Weltweitwandern. Nahe an der Kultur der Nomaden zu sein und die Schönheit der Landschaft kennenzulernen, hat sie fasziniert. 2012 hat sich aus ihrer Liebe zu den Menschen ihre erste Hilfsreise unter dem Namen Freunde der Bergnomaden entwickelt. Mittels medizinischer Karawane ziehen Waltraud und Gleichgesinnte durch das Winterquartier der Nomaden und versorgen diese bei Bedarf in einem eigenen Behandlungszelt, helfen bei Behördengängen, und versuchen die Möglichkeiten an Schulbildung verbessern.

„Wir wollen uns behutsam und wertschätzend der Kultur der Bergnomaden nähern und in Augenhöhe mit ihnen agieren. Zu Vertrauten werden“, erklärt Waltraud ihren Zugang. Jedes Jahr organisiert sie eine Hilfsreise in die bizarre Landschaft des Saghro Gebirges zu den Nomaden, die inzwischen schon zu ihrer Familie geworden sind.

Waltrauds Vision wandernder Bildung

Zwischen 2012-2016 arbeiteten die Freunde der Bergnomaden Marokkos unter der Schirmherrschaft von Help 4 Self Help Zell am See. Seit Jänner 2017 sind die Freunde der Bergnomaden Marokkos ein eigenständiger Verein. Diese Entwicklung verstärkt Waltraud Unterbergers Vision: Die notwendigen finanziellen Mittel für einen Wanderlehrer aufzustellen, der die Nomadenkinder unterrichten kann – von Lager zu Lager ziehend. Unterstützt und inspiriert wird sie dabei von Stefanie Tapal-Mouzoun, die gemeinsam mit ihrem Mann den Campus Vivant’e im Hohen Atlas Marokkos errichtet hat; finanziell unterstützt von Weltweitwandern Wirkt! Die beiden Frauen sind im regen Austausch und arbeiten an einer Zusammenarbeit. Auch Weltweitwandern hat auf lange Sicht großes Interesse am Projekt, gilt es doch Bildungschancen vor Ort zu verbessern. „Durch einen Wanderlehrer müssten die Kinder nicht in eine entlegene Schule und könnten trotzdem die Basics lernen“, so Unterberger.

Wie Sie helfen können?

Waltraud Unterberger sammelt vor jeder Reise Utensilien, welche die Nomadenfamilien gut gebrauchen können: Verbandsmaterial, Antithrombosestrümpfe, Lese- und Sonnenbrillen, Zahnbürsten, Regenbekleidung, Reisetaschen, Bilderbücher, Schreibutensilien,…
Bei Interesse können Sie auch an einer Hilfsreise teilnehmen und Waltraud unterstützend zur Seite stehen. Wichtig ist, dass man keine Berührungsängste hat, sich auf Augenhöhe begegnet und Teamplayer ist. Medizinische oder therapeutische Ausbildung ist hilfreich, aber keine Voraussetzung. Eine besondere Marokko-Erfahrung ist inkludiert.

Unterstützen Sie die Vision von Waltraud Unterberger von einem Wanderlehrer in den Bergen Marokkos! Mehr dazu unter…

Gumpelmaier-Grandl mit Team_c_Land OÖ Forografin Sabrina Liedl

Fairytale-Gründerin erhält Umweltpreis

Am 19. Juni wurde Ingrid Gumpelmaier-Grandl vom Land Oberösterreich den Eduard-Ploier-Preis überreicht. Damit wird ihr Unternehmen Fairytale Fair Fashion für seine besonderen Leistungen der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland und in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Österreich ausgezeichnet.

Und alles begann mit einer Weltweitwandern-Reise nach …

… Tibet. Auf dieser lernte sie den Weltweitwandern-Guide Hari Gautam kennen, der auch der Inhaber einer kleinen Schneiderei war. Heute verbindet Ingrid und Hari eine langjährige Partnerschaft. Um  ihre Vision eines öko-fairen Modelabels zu realisieren, reist sie 3 x jährlich zu ihren Partnern in Kathmandu, arbeitet Seite an Seite mit den Produzenten in der Schneiderei, in einer Filzmanufaktur, einer Silberschmiede und mittlerweile auch in einer  Druckerei, in der ihre selber entworfenen Stoffe händisch gedruckt werden. Rund 72 Personen sind in diesen kleinen Firmen inzwischen beschäftigt. Techniken, Muster, Stoffe und Ideen reisen auf diesem Wege auch immer zwischen den Kulturen hin und her. „Wir produzieren Damenmode überwiegend aus Biobaumwolle, Taschen aus Khadi- und Sari- Stoffen, Accessoires aus Filz und Schmuck aus Silber. Dabei sehen wir uns nicht als Auftraggeber, sondern als fairlässliche langfristige Handelspartner, die auf Arbeitsbedingungen nach hohen sozialen Standards,  Gleichberechtigung und die umweltfreundliche Produktion achten“, so Gumpelmaier-Grandl.

Wenn Kultur(technik)en sich vereinen

Zu sehen sind ihre  Kollektionen, die nepalesische Sticktechniken mit europäischen Designtrends verweben, wenn sie durch ganz Österreich zieht und diese bei Modeschauen präsentiert. Das Besondere: Die Models sind Menschen, die groß, klein, dick, dünn sind. Models aus dem Alltag, die somit fixer Bestandteil der Unternehmensphilosophie sind: öko-faire Mode einem breiten Publikum näher zu bringen. Und Welten zu verbinden.

„Eine Fair Trade Partnerschaft macht beide Seiten dankbar…
…Daher war uns bei Verleihung Besonders wichtig, dass wir als einziges Wirtschaftsunternehmen ausgezeichnet wurden und damit ein klares Signal gesetzt wurde: Es SOLL mehr  Partnerschaften auf Augenhöhe auch in den wirtschaftlichen Bereichen geben!“, ist sozial engagierte Unternehmerin überzeugt.

Weitere Informationen zum Fairytale Fair Fashion Sortiment, Shops und Modeschauen

Itto

Campus Vivant’e Mitinitiatorin im Porträt

In ihrem Blog the world is my home porträtiert Weltweitwandern Guide Caroline Ouderrous* unsere Persönlichkeit mit Herz des Monats August: die Campus Vivant’e Initiatorin Stefanie Tapal-Mouzoun (auch Itto genannt). Eine Frau, die Deutschland verlassen hat, um in der Ferne Gefühlen und Visionen zu folgen.

Als ich Itto in Marrakesch zum ersten Mal persönlich begegnete, dachte ich mir sofort: Diese Frau ist ein Engel! Sie hat so ein herzliches und einnehmendes Wesen. Und sie strahlt all das aus, was mir selbst auch wichtig ist: Liebe, Menschlichkeit, innere Ruhe und Zuversicht. Man mag sie einfach nur umarmen. Im Oktober besuchte ich sie und ihre Familie zuhause im Ait Bouguemez Tal im Hohen Atlas, wo sie  seit 12 Jahren leben. Auf die Frage, warum sie ihre Heimat verlassen habe, antwortet Itto: „aus Liebe zu meinem Mann, zum Land und zur Religion.“ Allein die Reihenfolge ihrer Liebeseingeständnisse und -erklärungen ist etwas anders, als man es erwartet hätte. (Auszug)

Das vollständige Porträt finden Sie unter the world is my home

 

Ittos persönlicher Dank an Sie

Von der Stimmung bei der Eröffnung der école vivante im April 2017 und den darauf folgenden Medienberichten überwältigt, hat Itto uns ein Dankesschreiben zukommen lassen, das wir inhaltlich nur bestätigen können und an Sie, liebe Weltweitwandern-Gäste und Spender weitergeben möchten:

 

Liebe Freunde und Förderer, liebe Gäste und Besucher des Campus Vivant’e,

nun sind zwar schon einige Wochen vergangen, seit wir hier im Ait Bouguemez gemeinsam mit Ihnen gefeiert haben, doch die Erinnerungen an die wunderschönen drei Tage, anlässlich der feierlichen Eröffnung des collège vivant’e, sind immer noch sehr präsent und lebhaft und erfüllen uns mit großer Dankbarkeit.
Wir sind sehr glücklich, dass wir Sie Ende April einige von Ihnen hier begrüßen durften – Vielen Dank, dass Sie diesen wichtigen Moment, ein Meilenstein in der Geschichte des Campus Vivant’e,  mit uns geteilt und mit Ihrem Besuch und Interesse einen wichtigen Teil zu der beeindruckenden Stimmung beigetragen haben!

Es war für uns, unser Team und alle Schüler und Eltern eine große Freude, Ihnen unsere Arbeit hier vor Ort präsentieren zu dürfen, gemeinsam zu staunen was sich aus der Grundschule école vivante entwickelt hat, und das ganzheitliche Bildungszentrum,  das neue Schulgebäude und den Campus Vivant’e gemeinsam mit Ihnen einzuweihen.

Der friedliche Dialog und das gelöste, stimmungsvolle Zusammentreffen all unserer Mitarbeiter , Schüler und Volontäre, mit Ihnen und all den anderen Förderern und Interessierten aus Europa, aus Marokkos Städten, sowie den Menschen aus der Region, die sich an diesem Wochenende hier zusammengefunden hatten, war Segen, Geschenk und wichtiges Zeichen gleichzeitig:
FRIEDENSSTIFTENDE VÖLKERVERSTÄNDIGUNG UND GELEBTER INTERKULTURELLER DIALOG SIND MÖGLICH UND EIN SEGEN FÜR ALLE.
GEMEINSAM KÖNNEN WIR GROSSES SCHAFFEN – „YES WE CAN!“- ES LEBE DIE „VIVANTE COMMUNITY“ – DIE LEBENDIGE GEMEINSCHAFT „COMMUNAUTÉ VIVANTE“!

Wir sind dankbar über die stetige Entwicklung des Projektes, welche durch Ihr Interesse, durch das große Engagement der Spender und der vielen Menschen, welche ihr Wissen mit uns teilen, möglich ist. Herzlichen Dank, dass Sie an unser Schaffen und unsere Vision glauben und helfen, sie Realität werden zu lassen!

In Vorfreude auf ein Wiedersehen bei uns im Hohen Atlas,
Stefanie Itto und Haddo,
mit der équipe de campus vivant’e

 PS: Mit jedem neuen Projektschritt wächst die Verantwortung, das Gesamtprojekt auch nachhaltig tragen zu können. Deshalb brauchen wir Sie, liebe Freunde und Interessierte auch weiterhin! Falls Sie nicht schon Spender oder Pate sind, laden wir Sie heute ein, Teil der vivante-community zu werden und mit regelmässigen Beiträgen als Träger des campus vivant’e gemeinsam die Welt aktiv mit zu gestalten!

 

Aktuelle Berichte

Persönlichkeit mit Herz: Pascal Violo 16. Juni 2019 by WWW Wirkt!- „Mich für andere Menschen zu engagieren, ist eine Art „Danke“ zu sagen für die wunderschönen Reisen, die ich bisher erleben durfte!“ sagt Pascal Violo, Reisefotograf und Vortragsreferent. Er hat gemeinsam mit den BesucherInnen seiner Live-Reportage „HIMALAYA“ über 10.000 € gespendet.
Persönlichkeit mit Herz: Martina Hansemann 5. Dezember 2018 by WWW Wirkt!- „Es überrascht mich immer wieder, dass es eine so tolle Schule in dieser Abgeschiedenheit gibt. Kinder erfahren Bildung aber auch auf ihre Persönlichkeitsentwicklung wird großen Wert gelegt – solche Schulen sind Vorbild!“ sagt Martina Hansemann über den Campus Vivante, auf dem sie ihr Sabbatical verbringt.
Persönlichkeit mit Herz: Maria Felbauer 26. Juli 2018 by WWW Wirkt!- Es war das Jahr 2000, als Maria Felbauer ihr Herz – nun ja – fast sprichwörtlich an Nepal verloren hat. Seit dem verheerenden Erdbeben 2015 unterstützt sie auch tatkräftig unsere Vereinstätigkeiten in Nepal.
Persönlichkeit mit Herz: Isabelle Saluz 4. Mai 2018 by WWW Wirkt!- Isabelle Saluz und ihre Familie tauschten ihre Heimat, die Schweiz, gegen Marokko. Für ein Jahr, um an der école vivante in Marokko mitzuwirken. Im Aït Bouguemez angekommen, wussten sie: „Wir sind hier richtig!“
Persönlichkeit mit Herz: Sarah Höfler 16. Oktober 2017 by WWW Wirkt!- 2015 war Sarah Höfler mit einer Weltweitwandern-Reise zum ersten Mal in Nepal. So lernte sie Guide Sonam aus Hile kennen. Als kurz darauf mehrere Erdbeben die Region um Hile schwer trafen, sagte sich Sarah „Es muss etwas passieren“ und initiierte das Weltweitwandern Wirkt! Projekt Dorfschule Hile.
Persönlichkeit mit Herz: Waltraud Unterberger 10. August 2017 by Natalie Resch- Waltraud Unterberger hat sich in Marokko verliebt. Ihre erste Trekkingtour machte sie mit Weltweitwandern. 2012 hat sich aus ihrer Liebe zu den Menschen und dem Land ihre erste Hilfsreise als Freunde der Bergnomaden entwickelt: Sie bringen medizinische Versorgung in abgelegene Landstriche.
„Ittos“ Porträt und Dankesbrief 31. Juli 2017 by Natalie Resch- In ihrem Blog the world is my home porträtiert Weltweitwandern Guide Caroline Ouderrous* unsere Persönlichkeit mit Herz des Monats August: die Campus Vivant’e Initiatorin Stefanie Tapal-Mouzoun (auch Itto genannt). Eine Frau, die Deutschland verlassen hat, um in der Ferne Gefühlen und Visionen zu folgen.
Fairytale-Gründerin erhält Umweltpreis 28. Juni 2017 by Natalie Resch- Am 19. Juni wurde Ingrid Gumpelmaier-Grandl vom Land Oberösterreich der Eduard-Ploier-Preis überreicht. Damit wird ihr Unternehmen Fairytale Fair Fashion für seine besonderen Leistungen der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland und in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Österreich ausgezeichnet. Alles begann mit einer Weltweitwandern-Reise …