Umweltbildung in 15 Dorfschulen

Peru ist unser jüngstes Projektland, wo wir seit 2021 in der Kleinstadt Pozuzo 15 Dorschulen im Bereich der Umweltbildung unterstützen. Die Kleinstadt Pozuzo liegt inmitten des tropischen Bergregenwaldes auf der Ostseite der Anden am Rande des Nationalparks Yanachaga Chemillen. Außergewöhnlich ist, dass die Stadt 1859 von deutschen und österreichischen Einwanderern gegründet wurde. Noch heute ist die Tiroler Kultur im Ort allgegenwärtig, einige der Älteren können sogar heute noch tirolerisch sprechen! Die Mehrheit der knapp 10.000 EinwohnerInnen sind MigrantInnen aus dem andinen Hochland. Die Bevölkerung lebt von der Land- und Viehwirtschaft sowie zunehmend vom (Tages-)Tourismus. Doch leider profitieren sie von dieser Form des Tourismus kaum. 

Doch das soll sich nun ändern: Unser Kooperationsverein Ecoselva e.V. initiierte ein Projekt zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft und des Tourismus. Ziel ist eine größere Wertschöpfung für die lokale Bevölkerung, der Erhalt ihrer kulturellen Wurzeln und ressourcenschonender Umgang mit Flora und Fauna – trotz (hoffentlich) steigender Touristenzahlen. Im Rahmen dieses Projekts unterstützt Weltweitwandern Wirkt! den Bereich der Umweltbildung in 15 Dorfschulen, um bereits die Kinder für die Natur und Ressourcen ihrer Heimat zu sensibilisieren. Denn für eine langfristig nachhaltige Entwicklung ist das Verständnis innerhalb der Bevölkerung unumgänglich.

Nachhaltige Entwicklung

Das gesamte Projekt ist sehr umfassend und richtet sich einerseits an die Landwirtschaft, deren Produkte durch Bio-Qualität und Gütesiegel aufgewertet werden sollen, sowie an den Tourismus, der vom Tagestourismus in Richtung Mehrtagesdestination weiterentwickelt werden soll, um so eine größere Wertschöpfung für die lokale Bevölkerung zu schaffen. Im Rahmen dieses ganzheitlichen Projekts finanziert Weltweitwandern Wirkt! die Umweltbildung von 15 Dorfschulen der Region und hilft dem Verein Ecoselva e.V. bei der Entwicklung nachhaltiger Tourismusformen.

SITUATION DER SCHULEN / COVID 19

Das Schuljahr in Peru beginnt im März und endet im Dezember. Leider sind in Peru die Schulen seit März 2020 geschlossen – das heißt, das gesamte vergangene Schuljahr verlief nur in Form von Distanzunterricht. Dafür wurden vom peruanischen Bildungsministerium Materialien zur Verfügung gestellt, die virtuell, über Handy/ Computer von den Schulen genutzt werden konnten, sowie über Fernsehen und Radio ausgestrahlt wurden.

Im Moment befindet sich Peru, und so auch die Region Pasco, in der zweiten COVID 19-Welle, die schwerer verläuft als die Erste.

 

FORTBILDUNG DER LEHRERINNEN

Als erster Schritt werden LehrerInnen in der Thematik fortgebildet und Unterrichtsmaterialien erstellt.

 

SCHULGÄRTEN IN BIO-QUALITÄT

An allen 15 Schulen werden Bio-Schulgärten angelegt und Produkte aus der Ernte dieser Schulgärten entwickelt, die dann im Rahmen von eigens organisierten Bio-Schulmärkten mit Gastronomie verkauft werden.

 

BILDUNG VON „ÖKO-CLUBS“ 

An den Schulen werden Gruppen gebildet, die sich für den Schutz der natürlichen Ressourcen in Bildungseinrichtungen engagieren. Diese „Clubs“ werden in Abstimmung mit LehrerInnen und Eltern arbeiten und Ihre SchulkollegInnen für Themen wie Recycling sensibilisieren oder gemeinsame Umweltschutzaktivitäten planen und durchführen. Auch eine Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und den Gemeindeverwaltungen ist geplant und Aktionen wie Gesangs- und Poesiewettbewerbe zum Thema Umweltschutz.

Martina Handler

Schon während ihres Kommunikationswissenschafts-Studiums hat sich Martina auf interkulturelle Verständigung spezialisiert. Als Absolventin eines Masterlehrgangs für Friedensstudien hat sie seit vielen Jahren internationale Entwicklungsprojekte mit den Schwerpunkten Frauen, benachteiligte Gruppen und Bildung entwickelt und begleitet; davor bzw. daneben war sie auch ein bisschen Journalistin und Übersetzerin.

Seit September 2017 leitet Martina mit viel Einfühlungsvermögen und Kompetenz unseren Verein. Dabei kümmert sie sich nicht nur um die Betreuung unserer MitWIRKENden, sondern ist auch für die operative Leitung sämtlicher Projekte verantwortlich.

Ihre Motivation:

Martinas Lebensmotto lautet „Akzeptiere oder verändere.“ Da sie Ungleichheit und Ungerechtigkeit nicht akzeptieren kann, greift sie an, wo sie helfen kann und versucht zu bewegen, wo sie etwas verändern kann.

Ihr Kontakt für Fragen zum Projekt: martina.handler@weltweitwandern.com

Ecoselva e.V.

Ziel des gemeinnützigen Vereins Ecoselva e.V. ist es, die tropischen Regenwälder und die Biodiversität als gemeinsames Erbe der Menschheit zu schützen. Außerdem unterstützt unser Projektpartner die lokale Bevölkerung in Dörfern und indigenen Gemeinschaften bei der Aufgabe, ökologisch vielfältige Lebensräume zu erhalten, gerodete Flächen wieder zu bewalden, die Diversität der Landwirtschaft auszubauen und nachhaltige Formen der Nutzung des Regenwaldes und sensibler natürlicher Ressourcen einzuführen.

Ecoselva e.V. führt Projekte in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, Ernährungssicherung, Umweltschutz und Schaffung von Arbeitsplätzen durch Weiterverarbeitung von lokalen Produkten und nachhaltigen Tourismus durch.

12/2020 – Offizieller Projektbeginn

Peru Pozuzo

Umweltbildung in Dörfern

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