Dringender Spendenaufruf: Nepal braucht jetzt unsere Hilfe!

Eine verheerende Sturzflut hat am 26. August den Norden Nepals getroffen. Zahlreiche Menschen haben ihr Leben verloren, viele weitere werden noch vermisst. Gemeinsam mit unseren langjährigen Partner*innen vor Ort helfen wir jetzt.

Eine Katastrophe im Norden Nepals

Besonders schwer getroffen wurde der Distrikt Rasuwa im Norden Nepals, nahe der Grenze zu Tibet/China. Entlang des Bhotekoshi-Flusses riss die Schlammflut Häuser, Straßen und Brücken mit sich und richtete massive Schäden an. Die Flutwelle setzte sich entlang des Flusssystems weiter flussabwärts fort und erreichte auch Regionen am Trishuli-Fluss.

Drei Wochen nach der Katastrophe sind die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen weiterhin im Gange. Nach dem derzeitigen Stand (15. September) wurden knapp 14.000 Menschen gerettet, rund 1.400 Todesfälle bestätigt und mehr als 5.000 Menschen werden noch vermisst. 2155 Menschen sind derzeit in 30 Auffanglagern untergebracht. Familien, die dort nicht bleiben möchten, werden von der Regierung mit monatlichen Unterstützungszahlungen unterstützt. Nach einer ersten Erhebung waren Anfang September mehr als 1.200 Kinder in Auffangzentren untergebracht, darunter 102 ohne Eltern oder andere Angehörige. Rund 630 Kinder aus den besonders betroffenen Distrikten Rasuwa und Nuwakot wurden zu diesem Zeitpunkt noch vermisst.

Unser Verein Weltweitwandern Wirkt! ist vor mehr als zehn Jahren aus einer Soforthilfe-Aktion entstanden und wir haben direkte Kontakte sowie viel Erfahrung bei der Koordination solcher Projekte. Darum leisten wir auch dieses Mal mit der Unterstützung unserer Spender*innen Nothilfe für die betroffenen Menschen in Nepal.

AKTUELLE UPDATES

Gute Nachrichten aus Nepal: Wir haben die Genehmigung, weitere Kinder in unserem Kinderheim „Happy Bottle Houses“ aufzunehmen. Sobald die bevorstehenden nepalesischen Feiertage vorüber sind, erfolgt gemeinsam mit den zuständigen Stellen die Zuteilung. Wir rechnen derzeit mit mindestens zehn Kindern, vermutlich werden es mehr sein. Für sie möchten wir einen sicheren Ort schaffen und langfristig Betreuung, Bildung und neue Perspektiven ermöglichen.

Auch mehr als einen Monat nach der verheerenden Sturzflut sind die Folgen in Nepal enorm. Viele Menschen haben nicht nur ihr Zuhause, sondern ihre gesamte Lebensgrundlage verloren. Besonders Kinder brauchen jetzt langfristige Unterstützung und die Möglichkeit, wieder in einen geregelten Schulalltag zurückzufinden. Aktuell bereiten wir für eine Schule mit rund 100 Schüler*innen im betroffenen Gebiet eine weitere Hilfslieferung vor.
Unsere Nothilfe geht deshalb weiter – von der unmittelbaren Versorgung bis zur langfristigen Begleitung.

15.09.2026: Geschafft – Hilfe für rund 100 Familien angekommen

Schwer beschädigte Straßen, neue Erdrutsche, anhaltender Regen und wiederholte Hochwasserwarnungen hatten eine sichere Fahrt bisher unmöglich gemacht. Doch nun hat unser Team nach mehreren Versuchen die betroffenen Familien endlich erreicht: Nach rund zehn Stunden nächtlicher Fahrt konnten die dringend benötigten Hilfsgüter vor Ort verteilt und rund 100 Familien mit Matratzen, Decken, Tellern, Kochtöpfen und weiteren grundlegenden Dingen für den Alltag versorgt werden.

Die Situation bleibt jedoch weiterhin schwierig: Die Versorgung mit Essen und Trinkwasser ist vorläufig für alle gesichert. Manche Familien haben sich mittlerweile provisorische Unterkünfte aus Bambus und Stroh gebaut, die sie mit unserer Hilfe nun notdürftig ausstatten können. Für die kommenden Wochen und Monate wird jedoch weiterhin viel Unterstützung nötig sein.

Auch die nächsten Hilfsmaßnahmen sind bereits geplant: Für rund 70 Familien in einer noch abgelegeneren Gemeinde liegt eine weitere Anfrage vor. Sobald die Straßenverhältnisse eine sichere Fahrt zulassen, wollen wir auch sie erreichen.

09.09.2026: Endlich wieder direkte Kommunikation mit der betroffenen Region

Seit heute stehen unsere Partner endlich wieder in direkter Kommunikation mit den Bürgermeistern und Menschen vor Ort. Regen und weitere Abrutsche haben das Durchkommen der letzten Hilfslieferung bis jetzt verunmöglicht, momentan wird aber an der Reparatur der Straßen gearbeitet und es kann jeden Moment wieder weitergehen. Einige der Menschen, die auf unsere Lieferung warten, haben in der Zwischenzeit das Auffanglager verlassen und sich provisorische Unterkünfte gebaut – umso mehr brauchen sie jetzt die grundlegende Einrichtung und Hausrat wie Matratzen, Decken und Kochtöpfe. Eine weitere Lieferung für 70 Personen in einem noch abgelegeneren Dorf weiter im Tal wird ebenfalls vorbereitet und losgeschickt, sobald die Verhältnisse es zulassen.

Gleichzeitig bereites das Kinderheim Happy Bottle Houses die Aufnahme von Kindern, die jetzt dringend Schutz brauchen vor – entsprechende Anträge wurden den zuständigen Behörden bereits vorgelegt, wir hoffen, bald die Zusage zu bekommen.

31.8.2026: Die ersten Hilfslieferungen sind angekommen

Der erste Transport mit dringend benötigten Hilfsgütern ist bereits von unserem langjährigen Partner Sudama Karki und seinem Team in die von der Flutkatastrophe besonders schwer betroffene Region rund um Kispang gebracht worden. In den nächsten Tagen werden 120 besonders betroffene Familien in dieser Region mit dem versorgt, was sie jetzt dringend benötigen: Matratzen, Decken, Kleidung, Kochutensilien, Gaskocher und Gas, Wasserfilter, Eimer, Hygieneartikel, Abdeckplanen für provisorische Unterkünfte, uvm.

Soweit es die zerstörte Infrastruktur zulässt, werden die Hilfsgüter mit Lastwagen in die Region gebracht. Wo Straßen nicht mehr passierbar sind, übernehmen Träger den weiteren Transport. Diese ersten Hilfslieferungen konnten durch die bisherigen Spenden finanziert werden. Danke von Herzen!

Doch das ist erst der Anfang unserer Nothilfe. Die Situation vor Ort bleibt dramatisch: Noch immer wird nach Überlebenden gesucht, zugleich ist der Zugang ins Katastrophengebiet äußerst schwierig.

Gemeinsam mit Sudama und seinem Team planen wir die nächsten Schritte und stellen sicher, dass unsere Hilfe dort ankommt, wo sie jetzt am dringendsten gebraucht wird.

Bitte helft uns, die Nothilfe fortzusetzen. Jede Spende ermöglicht konkrete Hilfe für Menschen, die durch die Flut alles verloren haben.

 

Gemeinsam Kochen für Nepal: Unser Charity-Kochworkshop am Freitag, 11.9.26, ist unserer Nepal-Nothilfe gewidmet. Der gesamte Erlös kommt den betroffenen Menschen in Nepal zugute. Infos und Anmeldung hier.

Unsere Bildungsprojekte sind nicht betroffen

Eine wichtige Nachricht für alle, die unsere Arbeit in Nepal kennen und unterstützen: Nach aktuellem Stand sind keines unserer Bildungsprojekte und keine der uns bekannten Projektmitarbeiter*innen von der Katastrophe unmittelbar betroffen.

Den Menschen in unseren Projekten ist nichts zugestoßen, und keiner unserer Bildungsstandorte befindet sich derzeit in einer akuten Notlage. Aufgrund der Auswirkungen der Katastrophe kann es zwar zu Stromausfällen und anderen Einschränkungen kommen. Eine unmittelbare Gefährdung unserer Projekte besteht nach den derzeit vorliegenden Informationen nicht. Dennoch: selbst in Hile, weit weg von der eigentlichen Krisenregion, bangen aktuell noch Familien um ihre Liebsten.

Unser Kinderheim „Happy Bottle Houses“ bereitet derzeit die Aufnahme von bis zu 50 Kindern aus dem Krisengebiet vor, die akut gefährdet sind und kurzfristig einen sicheren Ort benötigen. In den Bottle Houses können sie vorübergehend untergebracht und medizinisch sowie psychosozial betreut werden. Für 25 von ihnen soll auch eine langfristige Unterbringung möglich gemacht werden. Auch dafür bitten wir um Mithilfe: Mit einer Patenschaft können wir einem Kind, das seine Familie in der Katastrophe verloren hat, ein sicheres Zuhause und einen Schulabschluss bieten.

 

Wir helfen gemeinsam mit unseren Partner*innen vor Ort

Wir stehen mit unserem langjährigen nepalesischen Partner Sudama Karki in regem Austausch. Er ist in die Koordination der Nothilfe eingebunden und kennt die Situation und die lokalen Strukturen vor Ort. Gemeinsam mit ihm und weiteren Partner*innen tragen wir dazu bei, dass unsere Hilfe direkt und gezielt bei den Menschen ankommt, die sie jetzt dringend benötigen.

Die Spendengelder werden vor Ort dort eingesetzt, wo der Bedarf aktuell am größten ist. So können wir flexibel auf die Situation reagieren und jene Maßnahmen unterstützen, die für die betroffenen Menschen jetzt besonders dringend sind. Die Menschen, die überlebt haben, haben weder Lebensmittel noch Kleidung oder eine sichere Schlafmöglichkeit. Mit den Spendengeldern werden nun Matratzen, Zelte, Lebensmittel und medizinische Hilfsmittel besorgt.

Bitte helfen Sie mit! Jede Spende hilft, Menschen in Nepal in dieser akuten Notlage zu unterstützen.

Wir werden transparent darüber informieren, wie die gesammelten Spenden eingesetzt werden, und euch über die weitere Entwicklung der Situation und unserer Nothilfe auf dem Laufenden halten.

Danke für eure Unterstützung und eure Solidarität mit den Menschen in Nepal.

JETZT FÜR NEPAL SPENDEN!

Nach der verheerenden Sturzflut: Direkte Soforthilfe für die betroffenen Menschen

Medien berichten über die verheerende Katastrophe

Die dramatische Situation in Nepal beschäftigt auch die Medien weltweit. Gestern war der ORF in unserem Büro in Graz und hat Geschäftsführerin Sigrun Palmisano zur aktuellen Situation und unserer Nothilfe interviewt. Den aktuellen TV-Bericht kannst du hier ansehen (Interview ab Minute 1:50, 28.8.26).

Auch die Kronen Zeitung hat gestern als Titelgeschichte über die Sturzflut berichtet und unseren langjährigen Partner Sudama Karki zu einem Gespräch gebeten. Hier geht es zum Artikel (28.8.26).

Die Online-Redaktion „5-Minuten“ hat über das Ankommen der ersten Hilfsgüter berichtet (31.8.26)

Besonders berührend ist der Artikel, den Anna Sawerthal für den Standard verfasst hat: sie hat Sudama Karki telefonisch auf seinem ersten Einsatz in der betroffenen Region begleitet und beschreibt sehr detailliert, wie dramatisch die Situation vor Ort immer noch ist. (02.09.26)

Unser Vorsitzender Christian Hlade berichtet außerdem laufend persönlich auf seinem Blog über die Entwicklungen und unsere Nothilfe vor Ort.